Berlin. Der scheidende evangelische Militärbischof Sigurd Rink fordert mehr Wertschätzung für Soldaten und Polizisten. Man könne ihnen nicht pauschal die Wertschätzung entziehen, sondern müsse im Gegenteil auch dankbar sein, sagte Rink bei seiner Abschiedspressekonferenz in Berlin. Dieses Thema sei ihm in den vergangenen Jahren immer wichtiger geworden, denn schließlich hätten Soldaten und Polizisten ihre Mandatierung durch den Rechtsstaat.
Rink war 2014 als erster hauptamtlicher Militärbischof der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) eingeführt worden. Davor war das höchste Amt der evangelischen Militärseelsorge in Deutschland ein Nebenamt. Der Militärbischof leitet die Seelsorge an den Militärstandorten. Im Oktober wird der frühere EKD-Bevollmächtigte Bernhard Felmberg Rinks Nachfolger in diesem Amt. Rink wechselt nach sechsjähriger Amtszeit auf eine Stelle im Evangelischen Werk für Diakonie und Entwicklung. Am 22. Juli wird er in der St. Louis-Kirche der Julius-Leber-Kaserne in Berlin – unter Corona-Hygienebedingungen – verabschiedet.

