Michael-Sattler-Friedenspreis 2025 für Initiative „Comet Middle-East“

Der Michael-Sattler-Friedenspreis 2025 geht an die israelisch-palästinensische Initiative „Comet Middle-East“ (CME). Zur Preisverleihung am 21. Mai in Rottenburg am Neckar (Kreis Tübingen) komme die CME-Direktorin Asmahan Simry, teilte das Deutsche Mennonitische Friedenskomitee am Mittwoch in Bammental (Rhein-Neckar-Kreis) mit. Laudatorin sei die Berliner Schriftstellerin Deborah Feldman. CME erhalte den Friedenspreis für die praktische Arbeit für Frieden und Gerechtigkeit im Westjordanland. Die Initiative unterstütze palästinensische Familien bei der Installation erneuerbarer Energien sowie der Versorgung mit Wasser und Internet.

Die Mennoniten sind eine evangelische Freikirche, die auf die Täuferbewegung der Reformationszeit zurückgeht. Der zum 7. Mal vergebene, mit mindestens 3.000 Euro dotierte Preis ist nach Michael Sattler benannt, der wegen seines Einsatzes für Gewaltfreiheit und Feindesliebe gegenüber den osmanischen Türken im Mai 1527 in Rottenburg hingerichtet wurde. Der Preis wird etwa alle drei Jahre an Personen oder Gruppen vergeben, die sich für Versöhnung zwischen verfeindeten Menschen oder Gruppen und den Dialog zwischen Religionen und Weltanschauungen einsetzen.

CME arbeitet seit 15 Jahren in ländlichen Gemeinden in „Area-C“ im israelisch besetzten Westjordanland. Dort hat laut Mitteilung das israelische Militär die vollständige Kontrolle über die zivile Infrastruktur. Fast alle palästinensischen Anträge zum Anschluss ans Strom- und Wassernetz würden abgelehnt. Die Installation von Photovoltaik und Batterien erlaube den Betrieb von Kühlanlagen und Molkereimaschinen. Das ermögliche besonders Frauen die rationellere Produktion von Milch- und Käseerzeugnissen. Das CME-Team besteht aus Menschen verschiedener Religion und Nationalität.

Die Preisvergabe am 21. Mai beginnt um 19.30 Uhr in der Evangelischen Kirche in Rottenburg (Kirchgasse 14). (1107/14.05.2025)

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