Türkische Fans, die während der Fußball-Europameisterschaft im Stadion den sogenannten Wolfsgruß gezeigt haben, sollten dafür aus Sicht von Menschenrechtlern Stadionverbote erhalten. Der europäische Fußballverband UEFA müsse reagieren und eine Untersuchung gegen diese Fans einleiten, forderte die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV). Auch von der Bundesregierung erwartet sie, klare Kante zu zeigen.
Der "Wolfsgruß" steht als Symbol für die Vereinigung der "Grauen Wölfe", auch als Ülkücü-Bewegung bekannt. Der deutsche Verfassungsschutz stuft die Bewegung, der in der Bundesrepublik nach Schätzungen über 12.000 Menschen angehören, als rechtsextremistisch ein und beobachtet sie. Verboten ist der "Wolfsgruß" in Deutschland bislang jedoch nicht.
