Die Provence in leuchtenden Farben: Steinbrüche, Meerblicke, Wälder. Melancholische Porträts und sorgsam komponierte Stillleben. Die Fondation Beyeler zeigt Meisterwerke von Paul Cézanne.
Das Spätwerk Paul Cézannes (1839-1906) steht im Mittelpunkt der neuen Ausstellung der Fondation Beyeler in Riehen-Basel. Ab Sonntag sind rund 80 Werke - 58 Ölgemälde und 21 Aquarelle - zu sehen: Porträts, Badende, Stillleben und Provencelandschaften. Der französische Künstler ist ein Wegbereiter der modernen Malerei.
"In seinem Atelier im Süden Frankreichs brachte Cézanne mit meisterhaftem Gespür Licht, Farbe und Form in ein kraftvolles Spannungsverhältnis", betonten die Ausstellungsmacher am Freitag in Riehen. Cézanne sei einer der ersten Künstler gewesen, der seine Sujets nicht nur abbildete, sondern nach ihrem Wesen suchte. Cézanne selbst sprach von der Herausforderung, das Abbild dessen zu zeigen, "was wir sehen, und dabei alles zu vergessen, was vor uns gewesen ist".
Cézanne arbeitete als Einzelgänger und hatte zu Lebzeiten nur geringen künstlerischen Erfolg. Die Nachwelt feierte ihn dann aber als Wegbereiter der Modernen Kunst, als "Vater von uns allen", wie Pablo Picasso formulierte. Die ausgestellten Werke stammen aus internationalen Museen und Privatsammlungen. Einige Gemälde waren bislang kaum öffentlich zu sehen. Die Versicherungssumme der Werke beträgt mehrere Hundert Millionen Euro.