Mehr gesellschaftliches Miteinander ist gefragt

Wir sollten wieder mehr hinsehen und erkennen, wie es den Menschen in unserer Umgebung geht. So kann gesellschaftliches Miteinander gelingen.
Mehr gesellschaftliches Miteinander ist gefragt
Wie kann der gesellschaftliche Zusammenhalt gelingen?
Pixabay / StockSnap

Als Gesellschaft haben wir die Aufgabe, nicht nur allein auf uns zu schauen, sondern auch das Wohl der Menschen um uns herum im Blick zu haben. Dies fällt uns oft dann leicht, wenn es sich bei eben jenen Menschen um Familienangehörige und Freunde handelt, denn sie liegen uns am Herzen. Doch wer eine größere Verantwortung übernehmen will und Wert darauf legt, dass die Gesellschaft insgesamt funktioniert, der blickt auch auf das, was insgesamt in seinem Ort, an seinem Arbeitsplatz oder in seinem Umfeld passiert. Dabei geht es keinesfalls darum, neugierig in die Leben anderer Leute einzutauchen und sich in Dinge einzumischen, die offensichtlich Privatsache sind. Stattdessen ist es wichtig, ein offenes Ohr und Auge für diese Leute zu haben, die uns vielleicht Tag für Tag begegnen und die dann und wann schlechte Phasen haben können wie es uns allen geschehen kann. Das gesellschaftliche Miteinander ist von elementarer Bedeutung, wenn wir es schaffen wollen, auch in Zukunft glücklich und gemeinsam zu leben und zusammen auch neue Ziele zu erreichen.

Wir sollten wieder mehr hinsehen und erkennen, wie es den Menschen in unserer Umgebung geht

Es gibt verschiedene ethische Richtlinien, die eine Rolle bei der Frage spielen, wonach wir uns im Leben richten wollen. Ganz sicher gehört nach wie vor der Glaube zu den Elementen, die in der Lage sind, solche Leitlinien zu geben. Viele werden bei der Frage nach den Werten, welche für sie besonders wichtig und erstrebenswert sind, auch zum Punkt kommen, dass wir uns um unsere Mitmenschen kümmern und immer ein offenes Ohr für ihre Probleme, Sorgen und Nöte haben. Erkennen wir beispielsweise Zeichen für häusliche Gewalt, so ist es für viele von uns selbstverständlich, zu helfen und Optionen zu liefern, wie das Problem behoben werden kann. Eine Voraussetzung dafür ist es natürlich, diese Zeichen auch wahrzunehmen, was nur geht, wenn wir uns für die Menschen interessieren.

So kann es gelingen, als Gesellschaft wieder mehr zusammenzuwachsen

Der gesellschaftliche Zusammenhalt gehört sicherlich zu den Faktoren der Welt, die immer wieder kritisiert werden, weil sie nicht in dem Maße vorhanden sind wie es sich viele Menschen wünschen. Auch hierzulande gibt es Phasen, in denen man sich wünschen würde, dass es ein wenig mehr Zusammenhalt gäbe und dass wir noch achtsamer miteinander umgehen. Das Thema Achtsamkeit kann ein wichtiges Element werden, wenn wir wirklich den Anspruch haben, das gesellschaftliche Zusammenleben zu verbessern. In Schulen, an Universitäten und in zahlreichen beruflichen Fortbildungen setzen wir uns heute mit der Achtsamkeit auseinander. Diese behandelt die Möglichkeiten, sich selbst gegenüber achtsam zu sein, aber auch die Mitmenschen in den Blick zu nehmen und ihnen offen entgegenzutreten. Nur so können wir die Bedürfnisse wahrnehmen, die jemanden umtreiben und teilweise auch verantwortlich für sein Handeln sind.

Vor allem in modernen Zeiten freuen wir uns, wenn der menschliche Kontakt nicht leidet

Wir leben in einer Zeit, in der wir immer mehr Dinge über das World Wide Web lösen. Dabei fehlt so manchem Menschen der direkte Kontakt zu den Mitmenschen, den es früher naturgemäß mehr gegeben hat. Umso wichtiger ist es, bewusst menschliche Kontakte einzugehen und diese zu pflegen. Vor allem in Phasen, in welchen es uns nicht gut geht, werden wir davon profitieren.

Carina DobraC
Ein Beitrag von:

Carina Dobra

Carinas journalistische Laufbahn hat in ihrem Kinderzimmer angefangen: Mit selbstgebastelten Zeitschriften im “Bravo”-Style. In der Schule hat sie das Fach Religion für sich entdeckt und später Theologie in Bonn und Münster studiert. Nach ihrer Radio-Zeit hat sie im Evangelischen Medienhaus Frankfurt beim Evangelischen Pressdienst (epd) volontiert und war dort später als Online-, Social-Media- und Videoredakteurin tätig. Seit Sommer 2023 ist sie Chefin vom Dienst (CvD) für evangelische-zeitung.de

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