Mehr als 1.500 Pflanzenarten: Brockengarten startet in neue Saison

Mit einer Führung am 12. Mai startet der Brockengarten im Harz in die diesjährige Saison. Der von Rangern begleitete Rundgang beginnt um 11.30 Uhr, wie die Nationalparkverwaltung am Freitag mitteilte. Bis Mitte Oktober kann der Garten auf dem höchsten Harzgipfel zweimal täglich um 11.30 Uhr und um 14.00 Uhr erkundet werden. An den Wochenende und Feiertagen gibt es Sonderführungen.

Zu den Attraktionen im Brockengarten zählen die Brockenanemone, die deutschlandweit nur dort vorkommt, und das Brockenhabichtskraut, das nirgendwo sonst auf der Welt wächst. Auch Edelweißarten, Glockenblumen, Enziane, Leimkräuter und Flockenblumen aus verschiedenen geografischen Regionen lassen sich auf dem Brocken besichtigen.

Das raue Klima auf dem 1.141 Meter hohen Berg entspricht nach Angaben von Wissenschaftlern dem auf einem 3.000 Meter hohen Gipfel in den Alpen. Insgesamt beherbergt der Brockengarten rund 1.500 Pflanzenarten aus allen Hochgebirgen der Erde.

Göttinger Botaniker legten den Garten 1890 an. Im Zweiten Weltkrieg wurde er zerstört, ab 1950 wieder aufgebaut. In den 1960er-Jahren erklärte die DDR den Brocken zum militärischen Sperrgebiet und baute dort Abhör-Einrichtungen und Unterkünfte für Soldaten. Nach der Wende begannen die Universitäten Göttingen und Halle mit dem Wiederaufbau des Brockengartens.

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