Vor Ärztemangel und einer Gefährdung der medizinischen Versorgung warnen Sozialverbände regelmäßig. 2023 stieg jedoch die Zahl der in Krankenhäusern beschäftigten Mediziner leicht an.
Die Zahl der Ärzte und Pflegekräfte in Krankenhäusern ist im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Bei Ärzten lag sie um 2,2 Prozent höher. Insgesamt waren 211.994 Personen im ärztlichen Dienst beschäftigt. Im Pflegedienst arbeiteten 528.323 Personen und somit 3,7 Prozent mehr als noch im Dezember 2022. Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mit.
Gestiegen ist auch die Zahl der Schüler und Auszubildenden im nichtärztlichen Dienst um 3,9 Prozent auf insgesamt 118.240. Insgesamt arbeiteten im nichtärztlichen Dienst gut 1,08 Millionen Mitarbeiter in einem direkten Beschäftigungsverhältnis zu den Krankenhäusern.
Die Mitarbeitenden mussten vergangenes Jahr wieder mehr stationär behandelte Patienten versorgen: bundesweit 17,2 Millionen. Das ist ein Anstieg von 2,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Allerdings liegt die Zahl weiterhin deutlich unter dem Vor-Corona-Niveau von 19,4 Millionen im Jahr 2019. Durchschnittlich dauerte der Aufenthalt 7,2 Tage, was sich seit 2018 nicht verändert hat.
1.874 Krankenhäuser gibt es in Deutschland, die 2023 im Jahresdurchschnitt 476.924 Betten aufgestellt hatten. Das sind 0,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Allerdings stieg die Auslastung um 3,1 Prozent. Im Schnitt waren die Betten zu 71,2 Prozent ausgelastet.