Mathias Stamm wird neuer Chefredakteur der Deutschen Welle

Die Deutsche Welle will künftig "noch fokussierter und schneller auf die Bedürfnisse der Nutzenden reagieren". Und auch personell werden wichtige Weichen neu gestellt.

Wechsel in der Deutschen Welle (DW): Mathias Stamm (43) wird zum Januar 2026 neuer Chefredakteur. Er folgt auf Manuela Kasper-Claridge (65), die nach über 30 Jahren beim Sender und dann mehr als fünf Jahren als Chefredakteurin (seit Mai 2020) zum Jahresende in den Ruhestand tritt, wie die Deutsche Welle am Montag in Bonn mitteilte. Ab September soll eine gemeinsame Übergangsphase der beiden an der Spitze des Senders beginnen.

Im Mai tritt auch der Rundfunkrat zusammen, um einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin für DW-Intendant Peter Limbourg zu bestimmen. Der heute 64-Jährige strebt keine dritte Amtszeit an. Offizielle Informationen über mögliche Kandidatinnen gibt es bisher nicht. Hinter den Kulissen werden am häufigsten DW-Verwaltungsdirektorin Barbara Massing und Tina Hassel, Leiterin des ARD-Studios in Brüssel, genannt.

Mathias Stamm stammt aus Mecklenburg-Vorpommern. Nach einem Psychologie-Studium in Greifswald besuchte er die deutsche Journalistenschule in München. Er arbeitet seit 2008 bei der DW, war Reporter, CvD und Redaktionsleiter. Zuletzt leitete Stamm die redaktionsübergreifende Abteilung Program Management; derzeit steuert er den strategischen Umbau der Programmdirektion.

Die Neuaufstellung dient nach Angaben des Senders dazu, zentrale Aufgaben zusammenzufassen, die Faktencheck, Investigation, Datenteam sowie die internationalen Korrespondenten. Es gelte, "noch fokussierter und schneller auf die Bedürfnisse der Nutzenden in den DW-Zielregionen reagieren zu können".

Die Deutsche Welle ist ein unabhängiges Medienunternehmen, das international freie Nachrichten und Informationen in 32 Sprachen anbietet. Ziel sei, dass Menschen selbstbestimmt Entscheidungen treffen können, so der Sender. Im Fokus stehen demnach Themen wie Freiheit und Menschenrechte, Demokratie und Rechtsstaat, Welthandel und soziale Gerechtigkeit, gesundheitliche Aufklärung und Umweltschutz, Technologie und Innovation.

TV-, Online- und Radioangebote der DW erreichen nach eigenen Angaben pro Woche 320 Millionen Nutzer. Die DW-Akademie bildet weltweit Journalisten aus; sie unterstützt die Entwicklung freier Medien und fördert die Verbreitung der deutschen Sprache durch kostenfreie Lernangebote.

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