Die kommende Ausgabe des Kölner Literaturfestivals lit.Cologne will Leserinnen und Lesern Orientierung zu globalen Fragen geben. Auf dem Festival vom 5. bis 17. März mit 185 Veranstaltungen für Erwachsene und Kinder sollen neben Buchvorstellungen auch Fakten und Einordnungen Orientierung in aktuellen Debatten zu Terrorismus, Künstlicher Intelligenz oder Feminismus liefern, wie die Veranstalter am Mittwoch zum Vorverkaufsstart ankündigten.
Mit einem Schwerpunkt positioniere sich die lit.Cologne gegen Antisemitismus und Judenhass, hieß es. Zum Auftakt des Festivals am 5. März sprechen Vize-Kanzler und Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) und Publizist Michel Friedman.
Die in Berlin lebende Autorin Deborah Feldman, die aus einer ultra-othodoxen Gemeinschaft in New York ausbrach, verarbeitete ihre Erlebnisse in ihrer Autobiografie „Unorthodox“ und setzt sich nun in „Judenfetisch“ mit gegenwärtiger jüdischer Identität in Deutschland auseinander. Sie ist am 10. März zu Gast im WDR-Funkhaus.
In seinem neuen Buch „Bedrohtes Israel“ schreibt der ehemalige israelische Botschafter Avi Primor über die Kriegsführung von Israel und Hamas und darüber, wie die Zukunft seiner Heimat aussehen kann. Er spricht über die Zukunft in Nahost am 17. März.
In „Die rissige Brücke über den Bosporus“ erzählt der in der Türkei als „Terrorist“ gesuchte und in Abwesenheit zu 27 Jahren Haft verurteilte Can Dündar vom Ringen der Türkischen Republik um eine freie Gesellschaft und über mögliche Perspektiven. Er ist am 12. März zu Gast auf dem Festival. Joschka Fischer, ehemaliger Außenminister, und der Politologe Herfried Münkler blicken am 14. März darauf, wie sich die Welt angesichts multipler Krisen neu sortiert.
Der Roman „Maud Martha“ über das Leben in den USA der 1940er Jahre von Gwendolyn Brook, der ersten schwarzen Pulitzer-Preisträgerin, wird von der Schauspielerin Corinna Harfouch am 7. März in deutscher Übersetzung vorgestellt. Asha Hedayati („Die stille Gewalt“) und Christina Clemm („Gegen Frauenhass“) sprechen am 13. März über Gewalt an Frauen.