Die Internationale Hochschule Liebenzell will sich verstärkt in der Ausbildung für Lehrkräfte engagieren. Der Lehrermangel werde in den nächsten Jahren noch dramatischer werden, sagte Hochschulrektor Volker Gäckle laut Pressemitteilung am Sonntag beim Pfingstmissionsfest in Bad Liebenzell, zu dem rund 4300 Menschen gekommen waren. Davon seien auch die rund 160 freien christlichen Schulen betroffen, die gegenwärtig einen großen Zulauf erlebten. „Sie könnten wesentlich mehr Kinder aufnehmen, wenn sie genügend Lehrerinnen und Lehrer finden würden“, so Gäckle.
Der neue Studiengang solle seine Absolventen auch für den Direkteinstieg ins öffentliche Schulwesen von Baden-Württemberg qualifizieren: „Wir wollen den Studierenden dieser Lehrerausbildung so viele Zukunftsperspektiven wie möglich eröffnen.“ Die Hochschule rechne für das neue Angebot mit einem Finanzbedarf von knapp einer Million Euro. Etwa die Hälfte sei bereits zugesagt oder gespendet worden, erklärte Gäckle.
Auch bei ihrer Missionsarbeit wollen die Liebenzeller flexibler werden. Man sei „offen für neue Einsatzgebiete und Partnerschaften, die zum Kurs des Missionswerks passen“, sagte Missionsleiter Dave Jarsetz bei der Veranstaltung mit dem Motto „Himmel:Reich“. Derzeit würden in Nordmazedonien und Griechenland neue Projekte gestartet.
Die Liebenzeller Mission ist nach eigenen Angaben mit rund 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in rund 30 Ländern eine der großen evangelischen Missionsgesellschaften in Deutschland. (1373/09.06.2025)