Laurie Anderson übernimmt Pina-Bausch-Professur in Essen

Die Musikerin und bildende Künstlerin Laurie Anderson übernimmt im Sommer an der Essener Folkwang Universität der Künste die interdisziplinäre Pina-Bausch-Professur. Im Rahmen ihres Lehrauftrages soll Anderson als Gastprofessorin mit ausgewählten Folkwang-Studenten aller künstlerischen Disziplinen arbeiten, wie die Universität am Donnerstag in Essen mitteilte. Eine öffentliche Abschlusspräsentation ist für den Juli geplant.

Anderson sei die ideale Besetzung für die Fortführung der Pina-Bausch-Professur„, sagte der Rektor der Hochschule, Andreas Jacob. Sie verkörpere “perfekt, was wir uns für den interdisziplinären Ansatz dieser Professur wünschen". Zum Wintersemester 2022/23 hatte die Folkwang Universität der Künste die Pina-Bausch-Professur neu eingerichtet. Als erste Professorin wurde die serbische Performance-Künstlerin Marina Abramovic benannt.

Die 1947 in den USA geborene Laurie Anderson hat nach Angaben der Universität im Laufe ihres Lebens „bahnbrechende Werke geschaffen - gleichermaßen im Bereich der bildenden Künste, des Theaters wie auch in der experimentellen Musik und Technologie“. Sie habe in ihrer Arbeit Musik, Performance-Kunst und Technologie miteinander verbunden und so die Grenzen des künstlerischen Ausdrucks verschoben. In der Pophistorie wurde Anderson vor allem durch ihren Song „O Superman“ von 1981 bekannt.

Die Pina-Bausch-Professur soll die Möglichkeit schaffen, international herausragende Künstler aus allen Disziplinen als Gastprofessor für jeweils ein Jahr an die Folkwang Universität der Künste zu berufen. Dort können sie mit den Studentinnen und Studenten neue Arbeitsweisen entwickeln sowie ein grenzüberschreitendes Denken und Forschen umsetzen.

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