Landtagspräsident Dierks: Aufarbeiten und Erinnern ist Pflicht

Sachsens Landtagspräsident Alexander Dierks (CDU) appelliert anlässlich des Gedenktages zum Ende des Zweiten Weltkrieges vor 80 Jahren an die gesellschaftliche Verantwortung. Der Einsatz für Frieden sei unabdingbar, erklärte Dierks am Mittwoch in Dresden. „Es ist unsere Aufgabe, Lehren aus der Vergangenheit zu ziehen, sie weiterzugeben und uns mit aller Kraft für Frieden und Demokratie einzusetzen“, betonte der Landtagspräsident.

Dies gelte „gerade heute, wo wir in Europa wieder einen Angriffskrieg erleben und unsere Demokratien auch von innen unter Druck stehen“. Mit zahlreichen Veranstaltungen wird am Donnerstag bundesweit an das Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa vor 80 Jahren erinnert.

„Der 8. Mai führt uns als Deutsche, die wir heute in einem freien und geeinten Europa leben, die eigene Verantwortung vor Augen“, sagte Dierks. Das Datum erinnere zudem an die Zeitzeuginnen und Zeitzeugen der NS-Herrschaft.

„Allen, die die Gelegenheit hatten, mit solchen Zeitzeugen zu sprechen, wird in Erinnerung bleiben, wie freundlich und versöhnt sie Menschen begegnet sind“, erklärte Dierks. Es sei die Pflicht der jüngeren Generation, die Aufarbeitung und das Erinnern weiterzuführen. Der sächsische Landtagspräsident wird am Donnerstag bei einer Gedenkveranstaltung in Chemnitz sprechen.

Der 8. Mai ist in Sachsen laut einem Landtagsbeschluss seit 2025 ein offizieller Gedenktag. In Berlin ist der 80. Jahrestag einmalig ein gesetzlicher Feiertag. Der Bundestag erinnert mit einer Gedenkstunde im Reichstagsgebäude an das Kriegsende und die Befreiung von der NS-Herrschaft.

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