Landtag zeigt neue Kunstausstellung

Brandenburgs Landtag macht in seiner neuen Jahresausstellung den ländlichen Raum des Bundeslandes zum Thema. Unter dem Titel „Land an sich“ werden 156 Werke von 27 Künstlerinnen und Künstlern im Parlament in Potsdam gezeigt, wie die Landtagsverwaltung zur Eröffnung am Mittwoch mitteilte. Die Ausstellung mit Malerei, Zeichnungen, Fotografien, Druckgrafiken, Performance-Werken und Skulpturen ist vom 2. Februar bis zum 18. Dezember für das Publikum geöffnet.

Dort werde ein vielschichtiges Bild vom Land Brandenburg präsentiert, hieß es. Die Kunstwerke seien im Austausch mit Menschen und lokalen Traditionen, Dorfgeschichten und Alltagserfahrungen entstanden. Zu sehen seien unter anderem Wälder als Sehnsuchtsort und Konfliktzone, Landschaft als poetische Erinnerung oder als verlorener Ort sowie industrielle Spuren in Brandenburg.

Landtagspräsidentin Ulrike Liedtke (SPD) betonte, der ländliche Raum sei kein Randthema, sondern „ein Schlüsselraum unserer Demokratie“. Dort entscheide sich, wie Teilhabe gelinge, wie kulturelle Infrastruktur trage, wie soziale Bindungen erhalten blieben und wie ökologische Verantwortung konkret werde. Dort zeige sich auch, „ob soziale Ungerechtigkeit zu Veränderung und Aufbruchstimmung oder zu Unzufriedenheit führt“. Mit der Ausstellung werde die Bedeutung dieser Fragen betont.

Die erste Jahresausstellung mit Kunstwerken wurde 2014 im Landtag gezeigt. Themen waren bisher unter anderem der 200. Geburtstag des Schriftstellers Theodor Fontane (1819-1898), Arbeit und Produktion in der DDR sowie das Leben in Industrielandschaften.

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