LICHTENAU-DALHEIM – Wertvolle mittelalterliche Buchmalerei ist vom 5. März bis zum 11. Juni im Landesmuseum für Klosterkultur in Lichtenau-Dalheim zu sehen. Das Choralbuch „Codex Gisle“, das mehr als 50 Bildinitiale mit kostbarer Vergoldung und reichem Figurenschmuck enthalte, sei ein Meisterwerk spätmittelalterlicher Buchmalerei, erklärte das Museum des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe. Das um das Jahr 1300 entstandene Werk gelte als eine der wertvollsten Handschriften Deutschlands.
Die Schau mache mit der Bildsprache der Malerei vertraut und stelle auch durch Hörbeispiele die im Jahreslauf wechselnden Gesänge der Zisterzienserinnen vor, erklärte das Museum. Zudem werde die Kunstfertigkeit der mittelalterlichen Handschriftenproduktion veranschaulicht. Die Originalhandschrift, die als Leihgabe des Bistums Osnabrück nach Dalheim kommt, wird aus konservatorischen Gründen nur selten öffentlich präsentiert. Benannt ist es nach der Sangmeisterin des Klosters, Gisela (Gisle) von Kerssenbrock. epd
Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags 10-18 Uhr; Ostermontag geöffnet.
Internet: www.kloster-dalheim.de.