Klingbeil: Evangelische Publizistik vor Herausforderungen

Wie geht es weiter mit der evangelischen Publizistik? Sie steht vor großen Herausforderungen, sind sich Expertinnen und Experten sicher und schlagen Kooperationen vor.
Klingbeil: Evangelische Publizistik vor Herausforderungen
Ariadne Klingbeil ist Geschäftsführerin des Gemeinschaftswerks der Evangelischen Publizistik (GEP)
epd-bild / Heike Lyding
Die evangelische Publizistik steht laut der Kaufmännischen Geschäftsführerin des Gemeinschaftswerks der Evangelischen Publizistik (GEP), Ariadne Klingbeil, vor großen Herausforderungen. Bei einer Tagung in der Evangelischen Akademie Tutzing rief sie die evangelischen Medienunternehmen zur Zusammenarbeit auf. Evangelische Medien seien keine Konkurrenzunternehmen, sondern hätten den gemeinsamen Auftrag der Verkündigung des Evangeliums, sagte Klingbeil. Man wolle den Menschen einen Platz in der Kirche geben, dafür müssten sie sich aber durch die Medienarbeit abgeholt fühlen. Eines der Hauptprobleme sei, dass die Kirche immer noch die Trennung von säkularer und kirchlicher Welt sehe, ergänzte Klingbeil. Man lebe aber in ein und derselben Welt.

Kooperation innerhalb der Evangelischen Publizistik brauche Vertrauen

Die evangelische Kirche müsse sich besser auf ein verändertes Mediennutzungsverhalten einstellen, vor allem bei der jüngeren Generation, mahnte Klingbeil. Diese nutze weniger Fernsehen und Print-Produkte, dafür aber viel mehr Social Media. Auch die Endgeräte würden sich in den kommenden Jahren verändern. „Das Smartphone wird nicht das Endgerät der Zukunft sein.“ Dafür sei es maximal unpraktisch - „schwer, groß und eckig“, sagte sie. Der Direktor des Evangelischen Presseverbands für Bayern (EPV), Roland Gertz, sagte bei der Podiumsdiskussion, dass die Voraussetzung für gelingende Kooperationen innerhalb der Evangelischen Publizistik gegenseitiges Vertrauen sei. Die Kommunikations- und Medienarbeit der bayerischen evangelischen Landeskirche soll aktuell durch die Gründung des „Campus Kommunikation“ gestärkt werden. Dem Campus gehören Mitarbeitende des EPV und der Landeskirche an, unter ihnen das Team der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit/Publizistik sowie die Rundfunkbeauftragten für den Bayerischen Rundfunk. Klingbeil und Gertz diskutierten am Freitag zum Abschluss der Tagung „Evangelische Publizistisk - wohin?“ in der Evangelischen Akademie Tutzing. Bei der dreitägigen Veranstaltungen tauschten sich Fachleute aus Kirche und Medien aus.

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