Die Apothekerkammer Niedersachsen sieht, bedingt durch den Klimawandel, Allergien auf dem Vormarsch. Gerade bei Heuschnupfen habe die Belastung zugenommen, da die Pollenflugzeiten immer früher im Jahr begännen und länger andauerten, teilte die Kammer am Montag in Hannover mit. Zudem habe die hat die Pollenkonzentration von Birke, Erle, Hasel und anderen in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zugenommen.
Weitere Probleme seien Allergene eingewanderter Arten, etwa die Pollen der in Deutschland inzwischen weit verbreiteten Ambrosia, die Heuschnupfen, Bindehautreizungen und allergisches Asthma auslösen können. Auch die Zahl der Eichen-Prozessionsspinner, deren Brennhaare bei Menschen Atem- und Hautprobleme auslösen können, hat den Angaben zufolge zugenommen. Dasselbe gelte auch für Pinien- und Kiefern-Prozessionsspinner, die sich zunehmend in Deutschland ausbreiten.
Vor allem an trockenen und windigen Tagen, an denen die Pollenbelastung besonders hoch ist, rät die Apothekerkammer, die Fenster möglichst geschlossen zu halten und längere Aufenthalte im Freien zu vermeiden. Auch Wäsche sollte nicht im Freien trocknen. Um die Wohnung pollenfrei zu halten, sollte nach Regenschauern gelüftet werden, da der Pollenflug dann gering ist. Helfen kann es auch, die Haare vor dem Zubettgehen zu waschen, um die Bettwäsche pollenfrei zu halten. Tagsüber getragene Straßenkleidung sollte vor Betreten des Schlafzimmers ausgezogen und außerhalb abgelegt werden. Filter in Staubsaugern und Autos sollten regelmäßig gewechselt werden, allerdings nicht von den Betroffenen selbst.
Bei Verdacht auf eine Pollenallergie rät die Apothekerkammer, diesen zeitnah ärztlich abklären zu lassen. Besonders wichtig sei eine frühe Diagnose und Behandlung, um Verschlechterungen hinauszuzögern oder ganz zu verhindern.