Die 34. Kleist-Festtage in Frankfurt an der Oder wollen vom 8. bis 13. Oktober neue Perspektiven auf das Werk des Dramatikers eröffnen. Neben einer Ausstellung und einer Uraufführung erwarte das Publikum ein Programm zum Mitmachen. Dieses reiche von experimentellen Workshops bis zur Dichterschlacht „Kleist gegen alle“, wie die Veranstalter am Donnerstag in Frankfurt an der Oder mitteilten.
Auf dem Programm stehen unter anderem eine szenische Lesung mit der Schauspielerin Sophie Rois und eine Bühnen-Collage nach Texten von Navid Kermani mit der Schauspielerin Eva Matthes. Zu den Kleist-Festtagen wird auch der als „Tatort“-Kommissar bekannte Schauspieler Boris Aljinovic erwartet.
Zum Auftakt wird mit einer Performance die Sonderausstellung „Experimente. 'Michael Kohlhaas‘ im Museum“ eröffnet. In der Schau werde mit Installationen, Objekten und Künstlicher Intelligenz, aber auch mit dem Kleist-Museum selbst experimentiert, hieß es. Die Ausstellung ist bis zum 23. Februar 2025 zu sehen.
Der Kleist-Förderpreis für junge Dramatikerinnen und Dramatiker wird am zweiten Festivaltag verliehen. Die mit 7.500 Euro dotierte Auszeichnung geht in diesem Jahr an die Schweizerin Sarah Calörtscher, die für ihr Stück „Herz aus Polyester“ geehrt wird. Im Anschluss an die Preisverleihung zeigt das Deutsche Theater Berlin ein Theaterstück über eine geheimnisvolle Krankheit, den Kollaps eines Planeten und einen übermächtigen Algorithmus, der über Leben und Tod entscheidet.
Der Dramatiker Heinrich von Kleist wurde 1777 in Frankfurt an der Oder geboren und starb 1811 am Berliner Wannsee.