Kirchentag: 50.000 Menschen und nirgendwo ein Fetzen Papier

Ist eine Großveranstaltung ohne Müll denkbar? Konzertveranstalter, Messeorganisatoren, Volksfestausrichter würden diese Frage wohl allesamt mit Nein beantworten. Was also läuft beim Kirchentag anders?

50.000 Besucherinnen und Besucher waren am Freitag auf dem Gelände. Sie schlenderten mit Coffee-to-go-Bechern in der Hand, saßen auf Bänken und schleckten Eis, picknickten auf grünen Wiesen, packten ihre Stullen und Tupperdosen auf den Freitreppen aus, stärkten sich mit Pommes und Pizza von Foodtrucks. Müll dürfte also angefallen sein, so wie anderswo auch.

Gut, für gekaufte Snacks gab es ein Mehrwegsystem und sicher hat auch der eine oder andere Pfadfinder auch mal eine herrenlose Wasserflasche zurück in die dazugehörige Kiste befördert, trotzdem bleibt dieser Eindruck haften: Das Gelände ist sauber, blitzeblank, nirgendwo auch nur ein Papierfetzen.

Das ist erstaunlich - und ein schönes Sinnbild für den Kirchentag: Menschen kommen zusammen, nehmen Rücksicht aufeinander, übernehmen Verantwortung, gehen respektvoll und höflich miteinander um. Den eigenen Müll zu entsorgen, ist in der Kirchentags-Community so selbstverständlich wie „danke“, „bitte“, Tür aufhalten, „Wollen Sie sich setzen?“, „Kann ich dir helfen?“ Leider keine Selbstverständlichkeit, toll, wenn das so klappt.

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