Zum Auftakt des CDU-Parteitags hat die Vertreterin der evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) bei der Bundesregierung, Anne Gidion, zu mehr gegenseitigem Vertrauen aufgerufen. "Vertrauen, Glaube - das bedeutet, die ausgestreckte Hand anzunehmen. Ohne ganz genau zu wissen, was kommt", sagte Gidion laut Redemanuskript beim traditionellen ökumenischen Gottesdienst zum Parteitag.
Ein Leben aus Vertrauen sei möglich, ratsam und Zukunft schaffend. Das sage sie gerade in Zeiten der Welt in Unordnung, so Gidion weiter. In Zeiten, in denen Sicherheit im Fokus stehe und stehen müsse. "Gerade dann braucht es Vertrauen, Zutrauen, das Gefühl, gehalten zu sein, in Beziehung zu sein - um nicht unterzugehen", so die Bevollmächtigte des Rates der EKD.
Erwartungen an CDU-Parteitag in Stuttgart sind hoch
Zuvor hatte der Leiter des katholischen Büros in Berlin, Karl Jüsten, das Motto des Parteitags gewürdigt. Dass die CDU das Wort Verantwortung ganz nach vorne stelle, sei eine wichtige Zusage an die Menschen im Land. Die Menschen wüssten um die innen- und außenpolitischen Veränderungsprozesse. "Und die Menschen müssen und wollen darauf vertrauen können, dass eine Regierungspartei die Veränderungsprozesse verantwortlich gestaltet", sagte er laut Manuskript. Hierfür brauche es die Bereitschaft zum Aufbruch.
Angela Merkel beim CDU-Parteitag erwartet
Der zweitägige Parteitag in Stuttgart sieht ein straffes Programm vor. Eine Vielzahl an teils auch strittigen Anträgen soll beraten werden. Darüber hinaus steht die Wiederwahl von Bundeskanzler Friedrich Merz als Parteichef auf der Tagesordnung. Auch die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat ihr Kommen angekündigt.
