Leitende Geistliche der evangelischen Kirche haben zum Karfreitag aufgerufen, aus der biblischen Botschaft vom Sterben und der Auferstehung Jesu Kraft und Zuversicht zu schöpfen. Angesichts der vielen Kriege und Krisen in der Welt bekomme die biblische Botschaft eine besondere Bedeutung, erklärte der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung in Darmstadt: „Der Karfreitag zeigt, wie Gott selbst daran leidet, wie grausam Menschen sein können.“
„Christus läuft nicht weg, er bleibt, harrt aus, teilt Leid und Schmerz, geht mit in den Tod“, erklärte die kurhessische Bischöfin Beate Hofmann in Kassel. Doch sein Tod sei nicht das Ende des Weges: „Das ist die Botschaft von Karfreitag, gerade in diesem Jahr, wo uns grauenhafte Bilder der Verzweiflung und Zerstörung begleiten: in der Ukraine, in Gaza, in Israel, aber auch in persönlichen Krisen und in den Lebenserfahrungen von Menschen, die von sexualisierter Gewalt betroffen sind.“
