Die US-amerikanische Forscherin zu künstlicher Intelligenz (KI), Beraterin und Managerin Meredith Whittaker erhält den mit 20.000 Euro dotierten Helmut-Schmidt-Zukunftspreis 2024. Whittaker ist Präsidentin der gemeinnützigen Signal-Stiftung, die den gleichnamigen Messenger-Dienst verantwortet, wie die Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung und die „Zeit“-Verlagsgruppe am Freitag mitteilten. Die Stiftung, die Wochenzeitung „Die Zeit“ sowie die Hamburger Denkfabrik „The New Institute“ verleihen den Preis am 15. Mai im Thalia-Theater in Hamburg.
KI sei mehr denn je ein Menschheitsthema, und die Frage, wie man sie human und gemeinwohlorientiert entwickle, sei von höchster Aktualität, erklärte die Jury. „Wenn uns jemand weiterbringt dabei, dann nicht zuletzt Meredith Whittaker. Egal, ob als aufbegehrende Google-Entwicklerin, als Professorin an der New York University oder als Regierungsberaterin - sie setzt sich für eine verantwortungs- und menschengerechte Entwicklung der KI ein“, befanden die Jurorinnen und Juroren.
Der Helmut-Schmidt-Zukunftspreis würdigt seit 2022 innovative Leistungen in den Bereichen Demokratie, Gesellschaft und Technologie. Bisherige Preisträgerinnen sind die ugandische Aktivistin und Sozialunternehmerin Vanessa Nakate und die finnische Politikerin Sanna Marin.
An der Leuphana-Universität in Lüneburg (Niedersachsen) findet vom 13. bis 15. Mai das Helmut-Schmidt-Zukunftsfestival statt. Die Ideen, die die jungen Zukunftsgestalterinnen und -gestalter dort entwickelten, würden am Abend der Preisverleihung im Thalia-Theater präsentiert, hieß es.