Die Theologin Margot Käßmann hat mehr Investitionen für die Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern sowie für Lehrkräfte gefordert. „Es wird immer gesagt: Kinder sind unsere Zukunft“, sagte Käßmann in einem Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd) anlässlich ihres 65. Geburtstages. „Aber es wird nicht wirklich investiert in Kinder. Das ist ein Armutszeugnis für unser Land.“ Käßmann wird am 3. Juni 65 Jahre alt. Sie hat vier Töchter und sieben Enkelkinder.
Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf habe sich gegenüber der Zeit vor einer Generation nicht wirklich verbessert, betonte die frühere Landesbischöfin von Hannover und ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). „Das ist vielleicht heute sogar schwerer als früher, weil so getan wird, als wäre es kein Problem. Es ist aber eines.“ Die jungen Frauen hätten heute nicht die Betreuungsangebote für ihre Kinder, die sie bräuchten. Das sehe sie an ihren Töchtern. Die Kindertagesstätten und Schulen seien personell deutlich unterversorgt.
