Jüdische Friedhöfe in Sachsen-Anhalt werden digitalisiert

Mit Drohnen und 3D-Scans dokumentiert das Museum Synagoge Gröbzig jüdische Friedhöfe in Sachsen-Anhalt und macht Inschriften wieder sichtbar – für Forschende, Schulen und Nachfahren weltweit.
Jüdische Friedhöfe in Sachsen-Anhalt werden digitalisiert
Friedhof in Dessau: Um den verblassenden Inschriften auf vielen jüdischen Friedhöfen entgegenwirken, startet das Museum Synagoge Gröbzig ein Projekt zur digitalen Dokumentation der jüdischen Friedhöfe Sachsen-Anhalts
Imago / Steffen Schellhorn
Das Museum Synagoge Gröbzig (Kreis Anhalt-Bitterfeld) startet ein Projekt zur digitalen Dokumentation der jüdischen Friedhöfe Sachsen-Anhalts. In den nächsten Monaten fliege man mit Drohnen über 78 Friedhöfe, fotografiere mehr als 8.000 Grabsteine und fertige mithilfe von 3D-Scans detailgenaue Modelle an, teilte das Museum auf seinem Instagram-Account mit. Damit wolle das Museum den verblassenden Inschriften auf vielen jüdischen Friedhöfen entgegenwirken. Mittels des Projekts könnten selbst fast unlesbare Inschriften wieder sichtbar gemacht werden. Zudem bewahre man das wertvolle Erbe vor dem Verlust.

Digitale Dokumentation jüdischer Friedhöfe auf Wikipedia

Die Ergebnisse sollen demnach in einem öffentlichen Wiki landen. So sollen Schülerinnen und Schüler, Forschende oder Nachfahrinnen und Nachfahren jüdischer Familien weltweit einfachen Zugang zu diesen Informationen erhalten.  
 
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Gefördert und unterstützt wird das Projekt den Angaben zufolge vom Land Sachsen-Anhalt, dem Landesverband Jüdischer Gemeinden Sachsen-Anhalt, der Zeit Stiftung Bucerius, der Wüstenrot Stiftung, der Berhold Leibinger Stiftung und weiteren Partnern. Info: Orte: Museum Synagoge Gröbzig: Lange Straße 8/10, 06388 Südliches Anhalt

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