Jahresausstellung zeigt Gothaer Erfindungen

Die Stiftung Friedenstein Gotha zeigt ab Sonntag die Jahresausstellung „Gotha genial?! Geistesblitze und Dauerbrenner aus 1.250 Jahren“. Die Schau lade zu einer Zeitreise durch die 1.250-jährige Stadtgeschichte ein, sagte Stiftungsdirektor Tobias Pfeifer-Helke am Mittwoch in Gotha. Geordnet nach Themenblöcken werde dargestellt, wie die Residenzstadt und ihre Bewohner Politik, Bildung und Wirtschaft auch überregional prägten.

So wurden den Angaben zufolge Karussells erstmalig in Gotha industriell gefertigt. Die Stadt war zudem Gastgeberin des ersten europäischen Kongresses der Astronomie. Hier sei auch erstmalig in einer Stadt die Schulpflicht eingeführt worden. Landkarten erhielten in Gotha erstmals die Farbgebung, die auch heute noch international gebräuchlich ist. Die Modewelt bereichert die Stadt um die sogenannte Gothaische Haube.

Kuratorin Sonja Grulke sagte, die Ausstellung wolle die Stadt als einen Ort von einzigartigem Wert vorstellen, der geprägt sei von den Ideen und Entwicklungen, die in dieser Stadt entstanden seien. Zugleich erzähle sie die Geschichten derjenigen Menschen, die hier lebten und wirkten.

Besuchende können den Angaben zufolge historische Objekte, Fotografien und Berichte von Zeitzeugen und -zeuginnen entdecken, die Gothas Identität beleuchten. Ein Kooperationsprojekt mit der Universität Erfurt bringe zudem persönliche Erinnerungen an Feste und Freiheit ein, sagte Grulke. Neben interaktiven Elementen wie Sound- und Videostationen bietet die Ausstellung auch eine Kinderebene, Blaudruck-Workshops und die Möglichkeit, typische Wörter zu sammeln.

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