Am Mittwoch wird der israelische Polizist Ran Gvili beigesetzt. Er war am 7. Oktober 2023 im Kampf von Hamas-Terroristen getötet, seine Leiche verschleppt worden. Für viele Israelis endet damit ein grausames Kapitel.
Israel nimmt Abschied von Ran Gvili, der letzten tot geborgenen Geisel der Hamas. Der Sarg mit den am Montag geborgenen sterblichen Überresten des Polizisten wird von Ramla in Zentralisrael begleitet von einer Motorradstaffel und einem Großaufgebot der Polizei in Gvilis Heimatort Meitar am Rand der Negev-Wüste überführt. Dort soll er im Familienkreis beigesetzt werden. Die Rückkehr aller Geiseln war eine Vorbedingung für die zweite Phase des Gaza-Friedensplans. Sie sieht unter anderem die Öffnung des Grenzübergangs Rafah nach Ägypten vor.
Ran Gvili war am 23. Oktober 2023 beim Überfall des Kibbutz Alumim durch die Hamas im Kampf getötet worden. Die Leiche des 24-Jährigen wurde von den Terroristen verschleppt. Nach Gvilis Auffindung auf einem Friedhof im Osten von Gaza nahmen viele Israelis ihre Anstecker in Form einer gelben Schleife ab, die sie als Mahnung getragen hatten, die Entführten zurückzubringen. Gvili war der letzte von 251 tot oder lebendig verschleppten Geiseln. Weitere rund 1.200 Menschen kamen damals durch die Hand militanter Palästinenser ums Leben.
Am Dienstagnachmittag um 17.35 Uhr Ortszeit wurde in Tel Aviv die große Uhr auf dem als "Platz der Geiseln" bekannt gewordenen Museumsvorplatz im Stadtzentrum angehalten. Sie zählte 843 Tage, zwölf Stunden, fünf Minuten und 59 Sekunden seit dem Hamas-Angriff. Die letzten lebenden Geiseln waren nach Inkrafttreten des Waffenstillstands im Oktober nach 738 Tagen Geiselhaft nach Israel zurückgekehrt.