Interviews über Auswirkungen politischer Inhaftierung

Eine neue Interviewreihe der Bundesstiftung Aufarbeitung beleuchtet die Auswirkungen politischer Inhaftierung in der DDR. Die 13 Filme der Dokumentarfilmerin und Produzentin Alexandra Pohlmeier basieren auf rund 80 Zeitzeugeninterviews, die zwischen 2005 und 2024 geführt wurden, wie die Bundesstiftung Aufarbeitung am Dienstag in Berlin mitteilte.

Die Filme setzten sich intensiv mit den psychosozialen Spätfolgen politischer Inhaftierung in der SBZ und DDR auseinander. Gezeigt werde unter anderem, wie sich die Folgen politischer Haft, einschließlich posttraumatischer Belastungsstörungen, auch auf die Kinder und Enkel der Inhaftierten auswirken. Die einzelnen Folgen haben Titel wie „Aufwachsen mit traumatisierten Eltern“, „Kinder, dankbar bis wütend“ oder „Reden und Schweigen“.

Die Direktorin der Bundesstiftung Aufarbeitung, Anna Kaminsky, nannte die Interviews einen wichtigen Beitrag zur Auseinandersetzung mit der repressiven Vergangenheit der DDR und ihren langfristigen Auswirkungen auf die Betroffenen und ihre Familien. Dieses schwierige, bislang in der Öffentlichkeit noch kaum bekannte Thema werde im Rahmen der Filme erstmals ausführlich thematisiert. Zu sehen sind die Zeitzeugeninterviews auf der Webseite der Bundesstiftung.

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