Mehr als 180 Organisationen und Initiativen haben zum Weltflüchtlingstag eine lückenlose Aufklärung des Bootsunglücks vor der griechischen Küsten mit mutmaßlich Hunderten Toten gefordert. Es brauche eine „umfassende und unabhängige“ Untersuchung der Vorfälle und „klare Konsequenzen für die Verantwortlichen des Schiffbruchs“, erklärte die Seenotrettungsorganisation Sea-Watch in Berlin.
Der Schiffbruch sei die „unmittelbare Folge politischer Entscheidungen, die Menschen daran hindern sollen, in Europa anzukommen“, heißt es in dem Appell, der auch von der Tante des 2015 auf der Flucht ertrunken Jungen Alan Kurdi, Tima Kurdi, unterzeichnet wurde. Es müsse unter anderem aufklärt werden, ob die griechische Küstenwache das Boot Richtung Italien geschleppt und welche Rolle die europäische Grenzschutzagentur Frontex gespielt habe.
