Die ehemalige deutsche Schwimmerin und mehrfache Welt- und Europameisterin Franziska van Almsick will sich für mehr Kinderschwimmkurse einsetzen. Gemeinsam mit dem baden-württembergischen Privatsender „Radio Regenbogen“ startete die Berlinerin die Initiative „Schwimmen lernen, Leben retten“, heißt es in einer Mitteilung des Radiosenders vom Sonntag. Schwimmen lernen müsse ein Grundrecht für Kinder sein, sagte van Almsick. Es sei wichtig, bei dem Thema „hartnäckig zu bleiben“, am Ende gehe es nämlich „um Leben und Tod, denn Kinder gehen schnell und leise unter“.
Laut der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) können 60 Prozent der deutschen Grundschüler sowie jeder vierte Erwachsene nicht sicher schwimmen, heißt es weiter. Bei Kindern sei Ertrinken die zweithäufigste Todesursache. Es könne nicht nur darum gehen, Kindern beizubringen, sich über Wasser zu halten, sagte Franziska van Almsick. Aber es gebe „irre lange Wartelisten“ von teils mehreren Jahren und ehrenamtliche Trainer, die personell und organisatorisch an ihre Grenzen kämen. Hier müsse die Politik aktiv werden.
Ziel der Initiative sei es, Kinder frühzeitig in Schwimmkurse zu bringen und Eltern zu unterstützen, schnell und unkompliziert Kursangebote zu erhalten. Geschäftsstellenleiter Ludwig Schulz vom DLRG-Landesverbands Baden unterstützt der Mitteilung zufolge die Aktion: „Immer mehr Bäder schließen, viele sind sanierungsbedürftig, das heißt Schwimmkurse fallen immer wieder aus.“ Dabei sei schwimmen zu können das beste Mittel gegen das Ertrinken.
Der Sender „Radio Regenbogen“ mit Sitz in Mannheim ist nach eigenen Angaben der reichweitenstärkste private Radiosender in Baden-Württemberg und erreicht täglich 1,365 Millionen Hörerinnen und Hörer. Kernzielgruppe sind Menschen im Südwesten zwischen 30 und 59 Jahren. (0965/27.04.2025)