Schwerte – „Der Tod gehört zum Leben.“ – Diese vermeintliche Selbstverständlichkeit war seit den 1960er Jahren mehr und mehr aus dem gesellschaftlichen Bewusstsein gedrängt worden. Gestorben wird bis heute überwiegend in Krankenhaus oder Altenheim. Die traditionelle, nachbarschaftliche und familiäre Sterbekultur wurde zunehmend professionalisiert und institutionalisiert. Erst die Hospizbewegung bewirkte ab den 1990er Jahren einen langsamen Wandel der gesellschaftlichen Einstellungen und des Umganges mit Sterbeprozessen, Bestattung und Trauer. Eine Tagung vom 27. bis 29. Januar 2017 zu den verschiedenen Dimensionen einer im Wandel begriffenen Hospiz- und Sterbekultur: Welche gesellschaftlichen Rahmenbedingungen fördern einen informierten, offenen und würdevollen Umgang mit dem Lebensthema „Sterben und Tod“? Was sind Elemente einer lebendigen Hospiz- und Palliativkultur? Wie sieht ein gutes Leben und Sterben im Pflegeheim aus? Wie können Trauerwege begleitet werden? Welche Facetten einer Sterbekultur prägten und prägen die Sorge(n) um Tod und Jenseits?
Weitere Informationen: Ulrike Pietsch, Telefon (0 23 04) 75 53 25, E-Mail: ulrike.pietsch@kircheundgesellschaft.de.