Mit 2.227 Toten ist im vergangenen Jahr die höchste je in Deutschland erfasste Zahl an Opfern von Drogenmissbrauch registriert worden. Der Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Burkhard Blienert (SPD), sprach in Berlin von einer sehr ernsten Lage. Er befürchte, dass die Zahl noch höher liege, weil es zu wenige toxikologische Gutachten und Obduktionen gebe.
"Für mich ist diese Situation extrem schmerzhaft", sagte der SPD-Politiker. "Hinter den blanken Zahlen verbirgt sich unendliches Leid für die Betroffenen, ihre Familien, das ganze Umfeld." Blienert forderte, die Präventions-, Beratungs- und Hilfesysteme auszubauen. "Wir müssen gerade besonders gefährdete Jugendliche früh und konsequent unterstützen und dürfen suchterkrankte Menschen nicht einfach abschreiben." Deutschland stehe vor ernsten Herausforderungen durch immer neue, potentere Drogen und Mischkonsum. Hier sei eine "gemeinsame Kraft von Bund, Ländern bis zu den Kommunen gefordert!"
