Hilfsorganisation dokumentiert Gazakrieg auf eigenem Online-Portal

Explosionen, Blockaden, Brandwunden: Eine interaktive Karte von Ärzte ohne Grenzen will die Lage im Gazastreifen abbilden. Gleichzeitig erhebt die Organisation schwere Vorwürfe.

Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen dokumentiert die Folgen des Kriegs für die palästinensische Bevölkerung im Gazastreifen. Mit der interaktiven Online-Plattform gazainsidethewar.com sollen insbesondere Angriffe auf das Gesundheitssystem sowie humanitäre Helfer festgehalten werden, teilte die Organisation am Dienstag in Berlin mit. Das Portal beruht unter anderem auf Augenzeugenberichten aus dem Gazastreifen seit Kriegsbeginn am 7. Oktober 2023 bis Februar 2025.

Nach Einschätzung der Hilfsorganisation gibt es im Gazastreifen Anzeichen für einen Genozid. Die Beobachtung von Ärzte ohne Grenzen vor Ort im Gazastreifen deckten sich dabei mit Bewertungen einer wachsenden Zahl von Experten und Organisationen.

Die Hilfsorganisation beklagt zudem die Zerstörung lebenswichtiger ziviler Infrastruktur durch Israel sowie die systematische Verweigerung humanitärer Hilfe. Sie forderte Israel auf, die Blockade des Landstrichs zu beenden und die Landgrenzen zu öffnen, damit die dringend benötigte medizinische und humanitäre Hilfe in großem Umfang erfolgen könne. Zudem müsse eine unabhängige Untersuchung zu "Fakten und Verantwortlichkeiten hinter den wiederholten Angriffen auf Zivilisten und die medizinische Mission zu ermitteln", heißt es auf der interaktiven Webseite.

Insbesondere Brandopfer hätten kaum Aussicht auf Genesung. Dabei sei seit der israelischen Wiederaufnahme der Kämpfe am 18. März die Zahl der Menschen mit teils schweren Verbrennungen angestiegen.

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