Hessisches Netzwerk bietet Hilfe für Gewaltopfer

Opfer von Gewalt können im hessischen Traumatherapie-Netzwerk eine therapeutische Soforthilfe in Anspruch nehmen. Darauf hat das Regierungspräsidium Gießen am Mittwoch anlässlich des Tags der Kriminalitätsopfer am 22. März hingewiesen. Das Netzwerk bestehe seit neun Jahren. Kooperationspartner sind 21 Fachkliniken und Facheinrichtungen an 23 Standorten.

Anspruchsberechtigt seien nicht nur die Geschädigten selbst, sondern auch deren Angehörige oder Hinterbliebene. Wer bei der Abwehr einer Gewalttat gesundheitlich geschädigt wurde, habe ebenfalls einen Anspruch auf Leistungen. Betroffene können sich direkt an die Einrichtungen wenden, aber auch an die Versorgungsämter in Gießen, Kassel, Fulda, Frankfurt, Darmstadt und Wiesbaden.

Das Gießener Regierungspräsidium hat 2015 mit der Netzwerk-Gründung eine Idee des Weißen Rings aufgenommen, um Trauma-Opfern möglichst unbürokratisch und schnell zu helfen. Es entwickelte im Auftrag des hessischen Sozialministeriums ein Konzept, durch das Betroffenen in allen Regionen Hessens Untersuchung und Therapie angeboten werden kann. Seit 2021 ist es gesetzlich verankert und wurde Anfang 2024 in Traumatherapie-Netzwerk Hessen umbenannt, wie die Behörde weiter erklärte.

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