Materialforscher der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg haben erfolgreich die Herstellung der weltberühmten Himmelsscheibe von Nebra rekonstruiert. Dazu sei das Metall mittels „modernster Elektronenrückstreu- und Rasterelektronenmikroskopie“ untersucht worden, erklärte Thorsten Halle vom Institut für Werkstoffe, Technologien und Mechanik. Zudem habe ein Kupferschmied Kopien der Bronzescheibe hergestellt, um den Herstellungsprozess nachzuvollziehen.
Demnach wurde der Rohling der Scheibe vor rund 4.000 Jahren in einer Feuerstelle im Herzen Europas vermutlich bei über 1.200 Grad Celsius gegossen und danach wiederholt auf 700 Grad Celsius erwärmt und umgeformt. Dies sei ein Verfahren, das heutigen industriellen Prozessen erstaunlich ähnlich sei, erklärte Werkstoffwissenschaftler Halle.
