Die Schriftstellerin Helga Schubert hält am 8. November die diesjährige Marbacher Schillerrede. Helga Schubert habe sowohl politisch als auch literarisch viel zu sagen, sagte Sandra Richter, Direktorin des Deutschen Literaturarchivs (DLA) Marbach, am Mittwoch bei der virtuellen Jahrespressekonferenz.
Schubert wurde 1940 in Berlin geboren und studierte Psychologie, ab 1975 arbeitete sie in der DDR als freie Schriftstellerin und wurde daraufhin von der Stasi als „feindlich negativ“ betrachtet und bis 1989 beobachtet. 1990 veröffentlichte sie das Buch „Judasfrauen“ mit Fallgeschichten von Denunziantinnen im Dritten Reich. Später erhielt sie Preise wie den Ingeborg-Bachmann-Preis 2020. Zuletzt erschien 2025 ihr Buch „Luft zum Leben“, eine neue Sammlung von Texten aus 60 Jahren.
Mit der Schillerrede wird jährlich an den Geburtstag von Friedrich Schiller am 10. November 1759 in Marbach erinnert. Bisherige Schillerredner waren unter anderem die Soziologin Eva Illouz (2025), der russische Autor Michail Schischkin (2024), Literaturnobelpreisträger Abdulrazak Gurnah (2023), Daniel Kehlmann (2022), Christian Drosten, Orhan Pamuk, Jan Assmann und Richard von Weizsäcker. (0161/21.01.2026)