Hardliner Mulino gewinnt Präsidentschaftswahl in Panama

Panama hat gewählt. Der Sieger hatte im Wahlkampf die Abriegelung des Dschungels für Migranten und den Ausbau der Wasserversorgung des Panama-Kanals versprochen.

Der rechtskonservative Ex-Sicherheitsminister Jose Raul Mulino (64) hat in Panama die Präsidentschaftswahl gewonnen. Wie "La Estrella" am Sonntagabend (Ortszeit) berichtete, entfielen auf Mulino knapp 35 Prozent der Stimmen. Die Wahlbehörde erklärte am Abend nach Auszählung von rund 75 Prozent der Stimmen, Mulino sei nicht mehr einzuholen. In Panama reicht die einfache Mehrheit zum Sieg.

Mulino war zunächst als Vizepräsidentschaftskandidat von Ex-Präsident Ricardo Martinelli ins Rennen gegangen, der aber von der Justiz wegen Korruption und Geldwäsche verurteilt und aus dem Rennen genommen wurde. Er floh in die nicaraguanische Botschaft. Mulino rückte daraufhin zum Präsidentschaftskandidaten auf und erhielt erst am Freitag von der Justiz endgültig grünes Licht für die Kandidatur.

Im Wahlkampf hatte Mulino angekündigt, den Dschungel Darien absperren zu wollen, der inzwischen als einer der Hauptmigrationsrouten zwischen Süd- und Nordamerika gilt. Allein im vergangenen Jahr schlugen sich mehr als 520.000 Menschen durch die lebensgefährliche Wildnis, die Mehrheit aus Venezuela. Zudem wolle er die Migranten in ihre Heimat abschieben, hieß es. Wie der künftige Präsident den Dschungel konkret absperren wollte, erklärte er allerdings nicht. Zudem will Mulino die Wasserzufuhr für den unter Dürre leidenden Panama-Kanal ausbauen, was bei Umweltschützern umstritten ist.

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