Handyverbot an Schulen – Mehrheit der Jugend sieht Gründe dafür

Junge Leute finden, dass die Konzentration im Unterricht ohne Smartphone besser klappt - und dass Nichterreichbarkeit gut tut. Auf die Geräte verzichten wollen sie trotzdem nicht.

Die meisten Jugendlichen sehen gute Argumente für ein Handyverbot an Schulen - auch wenn sie sich ungern von ihrem Smartphone trennen. Das geht aus der Jugend-Digitalstudie der Postbank hervor, aus der das Unternehmen am Donnerstag in Bonn einige Zahlen veröffentlichte.

Demnach erklärten von den befragten 16- bis 18-Jährigen 71 Prozent, ein Handyverbot könne helfen, Ablenkungen im Unterricht zu vermeiden. 67 Prozent erwarteten davon eine bessere Konzentration und 53 Prozent weniger Stress durch ständige Erreichbarkeit. 45 Prozent der Schülerinnen und 19 Prozent der Schüler sehen den Vorteil eines Handyverbots in einer besseren Kommunikation in den Pausen.

Zugleich spricht sich eine Mehrheit gegen ein generelles Smartphone-Verbot aus. Hauptargumente seien die schnelle Kommunikation mit Familie und Freunden (60 Prozent) und die Nützlichkeit von Smartphones für Lernzwecke und Recherchen (55 Prozent). Der Erhebung zufolge verbringen Jugendliche in Deutschland durchschnittlich 37,5 Stunden pro Woche am Handy - rund 5,4 Stunden am Tag.

Für die Jugend-Digitalstudie ließ die Postbank im September 1.000 Jugendliche in Deutschland zwischen 16 und 18 Jahren befragen. Um eine bevölkerungsrepräsentative Struktur abzubilden, erfolgte eine Gewichtung der Stichprobe nach Bundesland, Alter und Geschlecht nach dem Mikrozensus 2023.

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