Dem 15-Jährigen, der in Friedberg (Landkreis Aichach-Friedberg) zwei Mitschüler ausländischer Herkunft mit einem Hammer angegriffen haben soll, wird versuchter Mord vorgeworfen. Bereits am 3. Februar sei Anklage erhoben worden, auch wegen gefährlicher Körperverletzung, teilte die Generalstaatsanwaltschaft München am Mittwoch mit. Dem Angeklagten werde eine rassistische Tatmotivation vorgeworfen.
Die Generalstaatsanwaltschaft geht laut Mitteilung davon aus, dass der Beschuldigte im Oktober 2025 auf dem Pausenhof einer Friedberger Mittelschule Mitschüler ausländischer und muslimischer Herkunft töten wollte. Bei dem Hammerangriff wurden zwei Mitschüler mit irakischen, beziehungsweise kosovarischen Wurzeln leicht und mittelschwer verletzt. Der Angeklagte soll ihnen mit dem Hammer auf den Kopf und gegen den Körper geschlagen haben.
Bei der Tat habe der Beschuldigte uniformähnliche Kleidung und einen militärisch anmutenden Helm getragen. Auch zwei erlaubnisfreie Soft-Air-Pistolen habe er mit sich geführt. Die Generalstaatsanwaltschaft werte die Angriffe als versuchten Mord und gefährliche Körperverletzung, jeweils in zwei Fällen.
Die Jugendkammer des Landgerichts Augsburg soll nun entscheiden, ob es zu einem Prozess gegen den 15-Jährigen kommt. Er befindet sich seit der Tat in Untersuchungshaft. Es gilt die Unschuldsvermutung. (0648/04.03.2026)