Hamburg: Posaunentag endet mit musikalischem Gottesdienst
Rund 17.000 Blechblasbegeisterte hatten sich auf der Wiese am Stadtparksee versammelt: Der Deutsche Evangelische Posaunentag in Hamburg ist zu Ende gegangen. Wie die Bilanz ausfällt.
epd
5. Mai 2024·1 Minute Lesezeit
Rund 17.000 Blechblasbegeisterte hatten sich auf der Wiese am Stadtparksee versammelt
epd-bild / Stephan Wallocha
Mit einem Gottesdienst im Stadtpark ist der Deutsche Evangelische Posaunentag (DEPT) 2024 in Hamburg zu Ende gegangen. Rund 17.000 Blechblasbegeisterte hatten sich auf der Wiese am Stadtparksee versammelt. Der Posaunentag habe Hamburg „eingetaucht in ein Klangmeer des Glaubens“, sagte Kirsten Fehrs, Bischöfin im Nordkirchen-Sprengel Hamburg und Lübeck sowie amtierende Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, in ihrer Predigt. Sie sei froh, dass es in diesen Zeiten eine solch große und vielfältige Gemeinschaft der Friedenssehnsüchtigen und Hoffnungsmutigen gebe.
„Ihr habt mit Eurer Musik Herzen bewegt, ja die aufgewühlten Seelen der Menschen erreicht“, betonte Fehrs. Dieser gute Ton der Freundschaft und des Zusammenhalts sei inmitten all der Friedlosigkeiten und Gewaltattacken auch auf deutschen Straßen dringend nötig, sagte die Bischöfin angesichts der jüngsten Angriffe auf Politiker und Wahlhelferinnen. „So nötig sind sie jetzt, die Hoffnungstrompeten und Friedensposaunen von Hamburg bis nach Jericho!“
Bitte aufstellen zum Eröffnungsgottesdienst Foto: Marieke Lohse
Aus ganz Deutschland sind die Posaunenchöre nach Hamburg gekommen, auch aus Beggerow in Mecklenburg-Vorpommern Foto: Marieke Lohse
Wenn das kein passenden Motto für einen Posaunentag ist: "Man tutet, was man kann" Foto: Marieke Lohse
Ein Blick ins Notenblatt kann nicht schaden Foto: Marieke Lohse
Im Hamburger Stadtpark treffen sich Tausende zum Schlussgottesdienst Foto: epdbild / Stephan Wallocha
Blechblasinstrumente, so weit das Auge reicht... Foto: epdbild / Stephan Wallocha
Wie gesagt: Goldene Instrumente, so weit das Auge reicht! Foto: epdbild / Stephan Wallocha
Auf großen Leinwänden wird der Schlussgottesdienst im Stadtpark gezeigt Foto: epdbild / Stephan Wallocha
Die Hamburger Bischöfin Kirsten Fehrs zeigt sich begeistert von der Stimmung in der ganzen Stadt Foto: epdbild / Stephan Wallocha
Fehrs dankte dem Organisatorenteam um Peter Schulze, Daniel Rau und Henrike Hartmann: „Unsere Posaunenengel.“ Und Gott sei überall „mittenmang“ gewesen, getreu dem Motto des DEPT 2024.
Organisatoren: „Hamburg kann Posaunentag“
Auch die Organisatoren zeigten sich zufrieden. „Hamburg kann Posaunentag“, sagte Peter Schulze. Von der Eröffnung auf der Moorweide in der Hamburger Innenstadt am Freitag (3. Mai) sowie über rund 200 thematische Veranstaltungen, Konzerte und Aktionen, darunter die Serenade an den Landungsbrücken, „das wird für Hamburg unvergesslich bleiben“, sagte Schulze.
Seit 2008 treffen sich alle acht Jahre die Posaunenchöre zum Deutschen Evangelischen Posaunentag, um gemeinsam zu spielen, Neues einzustudieren und die jungen Bläser für dieses besondere musikalische Genre zu begeistern, hieß es. In Hamburg hat nach Leipzig und Dresden der Posaunentag zum dritten Mal stattgefunden. Der Ort für den nächsten Posaunentag in acht Jahren steht nach Angaben von Peter Schulze noch nicht fest.
Posaunenchöre stellen bis heute eine tragende Säule der evangelischen Kirchenmusik dar. Die modernen Posaunenchöre haben ihren Ursprung laut dem Evangelischen Posaunendienst in Deutschland im Pietismus und in der Erweckungsbewegung im 19. Jahrhundert. Erstmals erwähnt wurde ein Posaunenchor demnach 1731 in der Herrnhuter Brüdergemeinde in der Oberlausitz. In über 6.500 Ensembles musizieren in Deutschland mehr als 100.000 Menschen. Die Deutsche Kommission der Unesco nahm Posaunenchöre 2016 in das Verzeichnis Immaterielles Kulturerbe auf.