Unter dem Motto „Hamburg klärt auf - Gemeinsam gegen HPV“ finden in Hamburg von Mittwoch bis zum 4. März die HPV-Aktionswochen statt. Institutionen, Berufsverbände und medizinische Einrichtungen beteiligen sich an der Aufklärung über das Humane Papillomavirus (HPV) und die Prävention von HPV-bedingten Krebserkrankungen, wie die Sozialbehörde am Montag mitteilte. Am 4. Februar ist Weltkrebstag, der 4. März ist der HPV Awareness Day.
Den Auftakt bildet ein Impfangebot in den Gesundheitsämtern Hamburgs und im Impfzentrum am Institut für Hygiene und Umwelt am Mittwoch. Kinder und Jugendliche im Alter von neun bis 17 Jahren können sich dort ohne vorherige Terminvereinbarung in der Zeit von 15 bis 18 Uhr gegen HPV impfen lassen. Eine sorgeberechtigte Person muss anwesend sein, und der Impfpass ist mitzubringen.
Während der Aktionswochen informieren die Beteiligten unter anderem mit Plakaten, Social-Media-Aktionen und Info-Veranstaltungen in Schulen, Praxen und Kliniken über HPV, die Bedeutung der Impfung und die gesundheitlichen Risiken.
Am 4. März lädt das Universitäre Cancer Center Hamburg des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf zum HPV-Aktionstag ein. Interessierte können sich ab 15.30 Uhr über HPV-bedingte Erkrankungen, Impfangebote und Schutzmöglichkeiten informieren. Auch eine Impfung ist möglich.
Laut Sozialbehörde stecken sich fast alle Menschen im Laufe des Lebens mit HPV an. Die meisten Infektionen würden unbemerkt verlaufen und von selbst ausheilen, doch manche Virustypen könnten zu Genitalwarzen oder Krebs führen - oft erst Jahre nach der Infektion. Nach Worten von Sozialsenatorin Melanie Schlotzhauer (SPD) entsteht fast jede 20. Krebserkrankung durch eine Infektion mit HPV-Viren. Das müsse nicht sein, die HPV-Impfung biete einen sehr guten Schutz.