Der Hamburger Senat hat am Dienstag den von der Umweltbehörde vorgelegten Prüfbericht zum Kohleausstieg beschlossen. Die vorliegenden Ergebnisse bestätigten, dass die Transformation der Fernwärme nach Plan verlaufe, teilte die Behörde mit. Das letzte Kohlekraftwerk werde bis spätestens Ende 2030 abgelöst. Hamburg setze damit den gesetzlichen Zeitplan um, der 2019 mit der Volksinitiative „Tschüss Kohle!“ festgelegt wurde.
Zentral bei der Realisierung des Kohleausstiegs sei der Ersatz der alten Kohle-Heizkraftwerke Wedel und Tiefstack durch die neuen Energieparks Hafen und Tiefstack. Statt auf einzelne Großkraftwerke setze die Stadt künftig auf einen Mix aus flexiblen, dezentralen Lösungen wie industrieller Abwärme, thermischer Abfallverwertung und Großwärmepumpen.
Die Hamburger Energiewerke streben den Angaben nach an, den Kohleausstieg bereits vor 2030 zu realisieren. Eine belastbare Zusage hierfür sei jedoch derzeit nicht verlässlich möglich.
Der Verzicht auf die Kohlekraft aus Tiefstack und Wedel und die Realisierung der Energieparks mit allen begleitenden Maßnahmen wird laut Umweltbehörde die Kohlendioxid-Emissionen der Stadt deutlich reduzieren. Mit Blick auf die beschlossene vorgezogene Klimaneutralität Hamburgs bis 2040 sei der Kohleausstieg ein zentraler Eckpfeiler in der Erreichung der Klimaziele, hieß es.