Beim Werben für mehr Organspenden machen das bayerische Gesundheitsministerium und der Bayerische Fußball-Verband (BFV) gemeinsame Sache. Im Aktionszeitraum vom 1. bis 11. Mai sollen bei über 700 Amateurfußballspielen Menschen über das Thema Organspende informiert werden, heißt es in einer Mitteilung des Ministeriums vom Mittwoch. „Fußball hat eine hohe gesellschaftliche Integrationskraft. Das nutzen wir, um das Thema Organspende bayernweit in die Fläche zu bringen“, sagte Ministerin Judith Gerlach (CSU).
Die Organspende-Aktionstage werden vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention mit rund 128.000 Euro gefördert. Sie beginnen der Mitteilung zufolge mit den Kreis-Endspielen im bayerischen Toto-Pokal-Wettbewerb in allen 22 bayerischen Fußballkreisen am 1. Mai. Laut BFV-Geschäftsführer Jürgen Igelspacher seien die letzten Aktionstage im Jahr 2017 bereits sehr erfolgreich gewesen. Er sei sicher, dass die Aktionspartner diesen Effekt in diesem Jahr „noch einmal toppen werden und mit unseren weit über den Sport hinaus engagierten Amateurfußballvereinen wichtige Aufklärungsarbeit leisten werden“.
In den ersten drei Monaten dieses Jahres gab es in Bayern nach Angaben der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) 38 postmortale Organspender. Im gleichen Vorjahreszeitraum waren es 26. Auch bundesweit stieg die Zahl der postmortalen Organspender im ersten Quartal von 220 im Vorjahr auf 251. „Die derzeitige Tendenz ist erfreulich, allerdings lassen die Zahlen noch keine Rückschlüsse auf einen allgemeinen Trend zu“, sagte Gerlach. Nur ein Drittel der Deutschen habe einen Organspende-Ausweis. „Ich hoffe, dass der bereits ausgearbeitete Gesetzentwurf zur Einführung der Widerspruchslösung vom neuen Bundestag möglichst bald aufgegriffen wird“, sagte die Ministerin. (1457/30.04.2025)