Ruanda zieht wegen des gescheiterten Flüchtlingsdeals mit Großbritannien vor den Ständigen Schiedshof in Den Haag. Das ostafrikanische Land wirft dem Vereinigten Königreich vor, in der Vereinbarung enthaltene finanzielle Verpflichtungen nicht eingehalten zu haben, berichtete die ruandische Zeitung „New Times“.
Das 2022 vereinbarte, rechtlich hochumstrittene Abkommen hatte vorgesehen, dass Asylbewerber aus dem Vereinigten Königreich zum Asylverfahren nach Ruanda gebracht werden. Im Gegenzug sollte Ruanda Zahlungen erhalten. Nach einem Regierungswechsel im Juli 2024 stoppte der neue britische Premierminister Keir Stamer das Vorhaben ohne Rücksprache mit der ruandischen Regierung.
