Fünf kurhessische Gemeinden erhalten 442.000 Euro für ihre Gebäude

Die Stiftung Kirchenerhaltungsfonds der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) belohnt den Einsatz von Kirchengemeinden für ihre denkmalgeschützten Gebäude. Wie die kurhessische Kirche am Donnerstag mitteilte, unterstützt sie fünf Bauvorhaben mit insgesamt 442.000 Euro. Einen Betrag in nahezu gleicher Höhe hatten die Gemeinden aus Bad Arolsen, Witzenhausen, Beisheim-Berndshausen, Kleinschmalkalden und Hanau während der Projektlaufzeit vom 1. Juli bis 26. Dezember 2024 selbst durch Spenden eingeworben. Mit der Ausschüttung aus dem Kirchenerhaltungsfonds verdoppele die Landeskirche die Summe.

Die Martin Luther Gemeinde Bad Arolsen (Landkreis Waldeck-Frankenberg) erhält mit 172.200 Euro die größte Finanzspritze für die Instandsetzung der Gewölbedecke und Sanierung des Innenraums der Stadtkirche. Darüber hinaus werden die Orgelsanierung in der Liebfrauenkirche Witzenhausen (Werra-Meißner-Kreis) mit 130.400 Euro, die Sanierung der Marienkirche Hanau mit 100.900 Euro, der Gothaischen Kirche Kleinschmalkalden (Landkreis Schmalkalden-Meiningen) mit 34.000 Euro und die Innensanierung der Kirche Oberbeisheim (Schwalm-Eder-Kreis) mit 4.500 Euro gefördert.

Bei einer Feierstunde im Haus der Kirche in Kassel würdigte Stiftungsvorstand Andreas Fehr das Engagement der Kirchengemeinden. Die Stiftung unterstütze sie, ihre Gebäude zu erhalten und für eine lebendige soziale Gemeinwesenarbeit zu nutzen. Kirchen seien mehr als Bauwerke, sie seien Orte der Begegnung, Gemeinschaft und des Glaubens.

Bischöfin Beate Hofmann betonte, dass die Vernetzung in den Sozialraum und die Zivilgesellschaft wichtiger werde. Um solch hohe Spendensummen zu erzielen, seien auch Kontakte zu Vereinen, Politik und Wirtschaft neu geknüpft oder ausgebaut worden. Sie ermunterte dazu, Wege zu finden, Kirchen als Orte für Gott und die Menschen zu erhalten.

Seit ihrer Gründung im Jahr 2000 hat die Stiftung nach eigenen Angaben 323 Bauvorhaben in der kurhessischen Landeskirche mit einem Gesamtvolumen von rund 15,1 Millionen Euro aus Stiftungsmitteln gefördert. Förderschwerpunkte 2024 waren die Innenrenovierung, die Orgelsanierung und die künstlerischen Gestaltung in denkmalgeschützten Kirche Kirchen.

👋 Unser Social Media