Friedenstein wird nationale Kultureinrichtung

Die Friedenstein-Stiftung Gotha will sich bis 2027 zu einem Museumsstandort von nationaler Bedeutung entwickeln. Zentrum der Neuausrichtung solle die Wiedereinrichtung der historischen Kunst- und Wunderkammer am ursprünglichen Ort im Westturm des Schlosses sein, sagte Stiftungsdirektor Tobias Pfeifer-Helke am Montag in Gotha. Die ursprüngliche Idee der Kammer sei gewesen, Schätze und Vielfalt der Welt in einer Universalsammlung zu versammeln.

Die Sammlung umfasst den Angaben zufolge 1,15 Millionen Objekte aus den Bereichen Kunst, Natur- und Kulturgeschichte. Diese einzigartigen Bestände vereinigten sich mit einem einmaligen architektonischen Ensemble. 200 Jahre nach der Museumsgründung solle die Präsentation nun neu ausgerichtet werden. Neben dem Modellcharakter der Sammlungen solle der Friedenstein als Ort der Kunst und Wissenschaft präsentiert werden. Hierbei werde insbesondere auch die weltumspannende Dimension der Sammlungen herausgestrichen.

Am Ende des Weges soll Gotha laut dem Stiftungsratsvorsitzenden Knut Kreuch (SPD) in den Rang einer „Nationalen Kultureinrichtung“ erhoben werden. Neben dem hierfür bereits bereitgestellten Geld sei dieses Ziel durch den Bund inzwischen klar benannt worden.

Unterdessen verzeichnete der Friedenstein im vergangenen Jahr mit rund 124.000 Gästen einen leichten Besucherrückgang. In der Saison 2022 fanden noch 140.000 Personen den Weg zu den Ausstellungen und den Veranstaltungen der Stiftung. Mehr als verdoppelt hat die Stiftung den Angaben zufolge die digitalen Besuche in den sozialen Medien und im Internetangebot des Friedensteins.

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