Friedensbewegung ruft zur Teilnahme an Ostermärschen auf

Die Friedensbewegung ruft auch 2025 zu einer Reihe von Ostermärschen in Hessen und Rheinland-Pfalz auf. So soll am Karsamstag ein gemeinsamer Demonstrationszug vom Mainzer Hauptbahnhof bis auf die Wiesbadener Rheinseite verlaufen, wie die Veranstalter am Montag mitteilten. Im Mittelpunkt stehe unter anderem der Protest gegen die Stationierung neuer amerikanischer Mittelstreckenraketen, deren Kommandozentrale in Mainz-Kastel liegen soll. Die Kundgebungen richten sich außerdem gegen die geplante starke Erhöhung der Rüstungsausgaben. Ebenfalls fordern die Organisatoren ein Ende der Kriege in der Ukraine, im Nahen Osten, im Jemen und im Sudan und Asyl für Kriegsdienstverweigerer und Deserteure.

Auch in Kassel, Limburg und Gießen sowie in Erbach im Odenwald gehen Kriegsgegner bereits am Ostersamstag auf die Straße. Der Frankfurter Ostermarsch findet am Ostermontag statt und steht unter dem Motto „Friedensfähig statt kriegstüchtig!“. Nach getrennten Auftaktkundgebungen in Offenbach, Darmstadt, Oberursel und einem Marsch durch die Innenstadt ist ein gemeinsamer Abschluss auf dem zentralen Römerberg geplant.

Atomwaffengegner wollen ebenfalls am Ostermontag vor dem Luftwaffenstützpunkt Büchel in der Eifel gegen die wachsende Gefahr eines Atomkriegs demonstrieren. Auf dem Fliegerhorst werden die letzten amerikanischen Kernwaffen auf deutschem Boden gelagert. Die Organisatoren des Protests fordern neben dem Abzug der Atombomben und dem Verzicht auf die neuen Mittelstreckenraketen auch einen Beitritt der Bundesrepublik zum Atomwaffenverbotsvertrag. Bundesweit sind am Osterwochenende nach Angaben des in Bonn ansässigen „Netzwerks Friedenskooperative“ mehr als 100 Demonstrationen, Kundgebungen und Mahnwachen geplant.

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