Von Kerstin Kempermann
Oldenburg. 197 junge Frauen und Männer haben sich im Oldenburger Land ein Jahr lang freiwillig engagiert. Ende Juli endet für viele ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder ihr Bundesfreiwilligendienst. Zu den jungen Erwachsenen, die ein Jahr in soziale Einrichtungen mitgearbeitet haben, gehören auch Aimée Kesse und Selina Kuhri. Die beiden 20-Jährigen sind in der Fachklinik Weser-Ems tätig.
"Ich bin sehr froh, dass ich mein FSJ in einer Suchtklinik machen konnte", erzählt Kesse. Die Oldenburgerin will Psychologie studieren. Das FSJ war für sie eine gute Möglichkeit, in diesem Bereich Erfahrung zu sammeln – vor allem in den Therapiegruppen, an denen sie teilnehmen konnte. "Die Lebensläufe zu hören, war nicht immer einfach. Das sind teilweise heftige Erlebnisse. Aber ich konnte nach den Stunden immer mit der Therapeutin sprechen. Das hat mir sehr geholfen. Ich bin sehr dankbar, dass die Patienten mir erlaubt haben, an den Therapiestunden teilzunehmen", sagt Kesse. Außerdem konnte sie gemeinsam mit Kuhri in der Kunsttherapie und in der Verwaltung mitarbeiten.
Mitnehmen wird sie auch ihre erworbenen Kenntnisse in der Gebärdensprache. Denn in der Fachklinik gibt es ein spezielles Angebot für suchtkranke Gehörlose oder Schwerhörige. "Es war immer unbefriedigend, wenn man die Zeichen am Empfang nicht verstehen konnte. Deshalb habe ich einen Kurs in Gebärdensprache besucht. Jetzt kann ich zumindest die einfachen Fragen verstehen und helfen", erzählt Kesse.
Oldenburg. 197 junge Frauen und Männer haben sich im Oldenburger Land ein Jahr lang freiwillig engagiert. Ende Juli endet für viele ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder ihr Bundesfreiwilligendienst. Zu den jungen Erwachsenen, die ein Jahr in soziale Einrichtungen mitgearbeitet haben, gehören auch Aimée Kesse und Selina Kuhri. Die beiden 20-Jährigen sind in der Fachklinik Weser-Ems tätig.
"Ich bin sehr froh, dass ich mein FSJ in einer Suchtklinik machen konnte", erzählt Kesse. Die Oldenburgerin will Psychologie studieren. Das FSJ war für sie eine gute Möglichkeit, in diesem Bereich Erfahrung zu sammeln – vor allem in den Therapiegruppen, an denen sie teilnehmen konnte. "Die Lebensläufe zu hören, war nicht immer einfach. Das sind teilweise heftige Erlebnisse. Aber ich konnte nach den Stunden immer mit der Therapeutin sprechen. Das hat mir sehr geholfen. Ich bin sehr dankbar, dass die Patienten mir erlaubt haben, an den Therapiestunden teilzunehmen", sagt Kesse. Außerdem konnte sie gemeinsam mit Kuhri in der Kunsttherapie und in der Verwaltung mitarbeiten.
Gelernt, auf die Menschen zuzugehen
"Der Patientenkontakt in der Verwaltung hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich nach meinem FSJ eine Verwaltungsausbildung in Berlin beginne", erzählt Kuhri. Am Empfang der Klinik konnte sie bei den Aufnahmen und Entlassungen mitarbeiten. "Auch die sogenannte Ausgangsliste ist sehr wichtig", sagt Kuhri. In diese Liste müssen sich die Patienten eintragen, wenn sie das Klinikgelände verlassen und wenn sie zurückkommen. "Dabei muss auch darauf geachtet werden, ob derjenige vielleicht in dieser Zeit etwas konsumiert hat", erklärt Frank Wieck die Wichtigkeit dieser Aufgabe. Er ist der Hauptansprechpartner für die beiden FSJlerinnen.Viel Selbstbewusstsein nach einem Jahr
In der Fachklinik kennen sich die FSJlerinnen nach fast einem Jahr bestens aus. "Während eines Fachtags habe ich auch Gruppen durch das Haus geführt. Das war eine ganz neue Erfahrung. Überhaupt bin ich durch die Arbeit hier viel offener geworden und kann besser auf Menschen zu gehen", sagt Kuhri. Das bestätigt auch Kesse: "Das Jahr hat mir viel Selbstbewusstsein gegeben". Sie konnte vieles ausprobieren. Unter anderem die Fähigkeit, Wissen zu vermitteln. Denn die 20-Jährige gibt für die Patienten PC-Anfänger-Kurse. "Viele haben wirklich gar keine Kenntnisse in diesem Bereich", erzählt sie.Mitnehmen wird sie auch ihre erworbenen Kenntnisse in der Gebärdensprache. Denn in der Fachklinik gibt es ein spezielles Angebot für suchtkranke Gehörlose oder Schwerhörige. "Es war immer unbefriedigend, wenn man die Zeichen am Empfang nicht verstehen konnte. Deshalb habe ich einen Kurs in Gebärdensprache besucht. Jetzt kann ich zumindest die einfachen Fragen verstehen und helfen", erzählt Kesse.
