Freistaat Sachsen beruft Expertenrat für jüdisches Leben

Sachsen setzt auf fachliche Beratung zur Stärkung jüdischen Lebens: Sechs Vertreter unterschiedlicher Institutionen sollen den Judentumsbeauftragten des Freistaats künftig als Expertenrat unterstützen.

Der Freistaat Sachsen führt einen Expertenrat für jüdisches Leben ein. Kultusminister Conrad Clemens (CDU) berief sechs Mitglieder, die den Beauftragten der Staatsregierung für das Judentum, Thomas Feist (CDU), unterstützen sollen, wie das Kultusministerium am Mittwoch in Dresden mitteilte. Der Rat soll Vorschläge für Maßnahmen und Projekte in Zusammenarbeit mit den jüdischen Gemeinden erarbeiten. Das betreffe sowohl die Melde- und Beratungsstelle für antisemitische Vorfälle als auch den Austausch zwischen jüdischen und nichtjüdischen Akteuren.

Feist erklärte, die Expertise und das Engagement der Mitglieder des Expertenrates seien von unschätzbarem Wert, um das jüdische Leben in Sachsen zu stärken und gegen Antisemitismus und Diskriminierung zu wirken. Dem Rat gehören unter anderem Vertreter der Wissenschaft, des Landeskriminalamtes, der katholischen Kirche sowie jüdischer Organisationen an. Vorsitzender ist Olaf Glöckner vom Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien in Potsdam. An diesem Donnerstag will sich das neue Gremium konstituieren.

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