Freie Wohlfahrtspflege will sich gegen Antisemitismus engagieren

Der Vorsitzende der Freien Wohlfahrtspflege in Niedersachsen, Gerhard Tepe, hat die Beschäftigten der Mitgliedseinrichtungen aufgefordert, sich antisemitischen Äußerungen am Arbeitsplatz entschieden entgegenzustellen. „Es ist in letzter Zeit auch in unseren Einrichtungen und Diensten wiederholt zu beobachten, dass sich Mitarbeitende mit antisemitischen Äußerungen in ihrer Arbeit oder auch bei Veranstaltungen konfrontiert sehen“, sagte Tepe laut einer Mitteilung von Dienstag. Mit dem Jahresmotto der Wohlfahrtspflege „Für Respekt und mit Zuversicht in die Zukunft“ wolle man ein deutliches Zeichen für ein gutes gesellschaftliches Miteinander und gegen jede Art von Diskriminierungen setzen.

Michael Grünberg von der Jüdischen Wohlfahrt betonte, es sei entscheidend, insbesondere mit präventiven Maßnahmen wehrhaft zu bleiben: „Wir müssen sprachfähig bleiben und uns gegen jede Art von antisemitischen Angriffen wehren“, betonte er. Mit dem Landesbeauftragten gegen Antisemitismus, Gerhard Wegner, plane die Wohlfahrtspflege gemeinsame Projekte, etwa in Form von Handreichungen für die Mitarbeitenden der Mitgliedseinrichtungen.

In der Landesarbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrtspflege (LAG FW) sind sechs niedersächsischen Sozialverbände zusammengeschlossen: die Arbeiterwohlfahrt, die katholische Caritas, die evangelische Diakonie, das Deutsche Rote Kreuz, der Paritätische Wohlfahrtsverband sowie die Jüdische Wohlfahrt. Damit repräsentiert die LAG FW nach eigenen Angaben etwa 6.000 soziale Einrichtungen, Beratungsstellen und Dienste mit mehr als 230.000 hauptamtlich Beschäftigten und 500.000 ehrenamtlichen Helfern.

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