Frauentag: Nicht in alte Rollenmuster fallen

Zum Internationalen Frauentag (8. März) fordert Schleswig-Holsteins Sozialstaatssekretärin Silke Schiller-Tobies (Grüne) mehr Beteiligung von Frauen an aktuellen gesellschaftspolitischen Entscheidungen. Angesichts der aktuellen politischen Lage warne sie vor Rückschritten bei der Gleichberechtigung, teilte das Gleichstellungsministerium am Freitag mit. Politische und gesellschaftliche Entscheidungen sind oft von männlichen Stimmen geprägt: „Wenn die Stimmen der Frauen nicht gehört werden, ist das nicht nur ein Rückfall in alte Rollenmuster. Dann werden wir auch erleben, dass es viele Fragen von Gleichstellung und Gleichberechtigung in Zukunft grundsätzlich schwer haben. Das ist eine Gefahr für unser demokratisches Miteinander“, erklärte Schiller-Tobies.

Um Frauen eine aktive Teilhabe an politischen und gesellschaftlichen Entscheidungen zu ermöglichen, sei eine bessere Verteilung von Care-Arbeit und mehr Chancengleichheit im Erwerbsleben notwendig. Derzeit leisteten Frauen 44 Prozent mehr unbezahlte Pflegearbeit als Männer. Deswegen arbeiteten sie öfter in Teilzeit, hätten niedrigere Einkommen und geringere Renten. „Nur wenn Frauen echte Partizipationsmöglichkeiten haben, können sie an Entscheidungen mitwirken und Abhängigkeitsverhältnisse vermeiden“, sagte Schiller-Tobies.

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