Gold, Lapislazuli, Pergament: Die Ausstellung "Text und Spirit" zeigt mittelalterliche Handschriften. Sie verbindet kostbare Gebetsbücher und Digitalisierung - Tradition und Technik schaffen Zugang zu besonderer Kunst.
Bücher und Fragmente mit feinster Buchmalerei und dekorativer Ausstattung aus Gold, Lapislazuli oder Purpur sind ab Donnerstag im Museum Angewandte Kunst in Frankfurt zu sehen. Das Museum zeige erstmals seinen vollständigen Bestand spätmittelalterlicher Handschriften, teilten die Ausstellungsmacher am Mittwoch mit. Zu sehen sind christliche Gebetsbücher wie etwa Stundenbücher. Diese kamen einst aus Privatsammlungen ins Museum.
Aufgrund ihrer Empfindlichkeit seien die Werke bisher selten oder noch nie gezeigt worden. Die Schau "Text und Spirit" stelle nun Handschriften mit christlicher "Erleuchtungsästhetik aus Schrift, Malerei sowie kostbarem Materialaufwand aus Pergament und Gold" vor.
Zugleich wurden die Handschriften digitalisiert. Ziel sei es, die Werke auf der Internetseite "Sammlung digital" zu veröffentlichen. Die Ausstellung sei für eine selbstständige Beschäftigung mit den Dokumenten auch mit begleitenden Videos und Literaturangeboten angelegt.